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Home Sonderthemen Auto Auf die Bedingungen kommt‘s an
10:46 09.11.2017
Wer gegen die situative Winterreifenpflicht verstößt, muss mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei Behinderungen werden sogar 80 Euro fällig. FOTO: DPA
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09.11.2017

Auto

LANDKREIS. Wann müssen sie rauf, wann müssen sie runter? Viele Autofahrer sind sich unsicher, denn in Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Was bedeutet das?

„Von O bis O“ – also von Oktober bis Ostern: So lautet die alte Faustregel für das Aufziehen der Winterreifen. Aber gilt sie in Zeiten von Ganzjahresreifen und Klimawandel immer noch?

Der ADAC empfiehlt, sich grundsätzlich an diese Regel zu halten. Witterungsbedingt könne es aber sein, dass Autofahrer die Winterreifen zeitiger aufziehen lassen müssen und sie bei einem früheren Ostertermin auch besser später abziehen lassen sollten.

Denn eine allgemeine Winterreifenpflicht in Deutschland gibt es nicht, sondern eine situative. Diese greift, wenn die Witterungsbedingungen winterlich sind – und zwar unabhängig von der Jahreszeit. Das gilt zum Beispiel bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Reif- oder Eisglätte.

Fahrer, die gegen die situative Winterreifenpflicht verstoßen, müssen mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen, bei Behinderung werden 80 Euro fällig. Auch für den Halter bleibt es nicht folgenlos: Er wird mit 75 Euro Bußgeld und einem Punkt bestraft.

Beim Kauf neuer Winterreifen sollten Kunden auf das „Alpine Snowflake Symbol“ achten. Das sieht aus wie ein Gebirge mit einer Schneeflocke in der Mitte. Ab dem 1. Januar 2018 müssen alle neu hergestellten Winterreifen dieses Symbol haben. Deshalb empfiehlt der ADAC, bei Bedarf schon jetzt einen so zertifizierten Reifen zu kaufen.

Wer sich kürzlich noch neue Winterreifen mit dem „M+S Symbol“ gekauft hat, muss aber nicht beunruhigt sein. Die alten Reifen sind bis zum 30. September 2024 gültig.

Ganzjahresreifen sind hingegen nicht jedem zu empfehlen. Sie sind oft „eher für den Winter als den Sommer gemacht“, erläutert der ADAC. Im Hochsommer können viele Ganzjahresreifen zum Beispiel einen längeren Bremsweg haben. Deshalb seien solche Reifen nur für leichte Fahrzeuge sowie für Zweitwagen geeignet, die ohnehin nicht so oft genutzt werden.

Bei Starthilfekabeln auf Querschnitt achten

LANDKREIS. Beim Kauf von Starthilfekabeln sollten Autobesitzer auf den Kabelquerschnitt achten. Die benötigte Größe hängt maßgeblich von Hubraum und Art des Motors ab. Darauf weist der Auto Club Europa (ACE) hin. Sei der Querschnitt zu klein, können die Kabel überhitzen.

Die Experten geben eine Orientierung: Bei Benzinmotoren mit eher wenig Hubraum genüge ein Querschnitt von rund 20 Quadratmillimetern. Für Benziner ab zwei Liter sowie Dieselautos mit bis zu drei Litern Hubraum sollten es mindestens 25 Quadratmillimeter sein, wenn die Leitung aus Kupfer besteht.

Bei einem Aluminium-Kabel sind hier mindestens 40 Quadratmillimeter ratsam. Für Dieselfahrzeuge mit mehr als drei Litern Hubraum sollten es demnach 35 (Kupfer) oder 55 Quadratmillimeter (Aluminium) sein.

Generell sollten die Kabel den DIN-Normen 72551, 72553 oder der ISO-Norm 6722-1 entsprechen und ein GS-Zeichen tragen. Von Starthilfelösungen über Zigarettenanzünder im Fahrzeuginneren raten die Experten ab. Die Querschnitte der zweiadrigen Kabel seien deutlich zu klein. Sie können durchschmoren und Brände auslösen. r

Mit Münztrick schnell und einfach Reifenprofil prüfen

LANDKREIS. Ob ihre Reifen noch genug Profil haben, können Autofahrer ganz schnell mit Hilfe einer Ein-Euro-Münze kontrollieren. Denn deren goldener Rand ist drei Millimeter breit, teilt die Sachverständigen- Vereinigung KÜS mit. Verschwindet der komplett im Profil, ist noch genügend vorhanden.

Die KÜS rät bei Sommerreifen zu mindestens drei Millimetern und bei Winterreifen zu vier Millimeter Restprofil. Dem Gesetzgeber genügt dabei stets ein Minimum von 1,6 Millimetern.

Wer mit dem Auto im Winter in die Nachbarländer Schweiz und Österreich reisen möchte, sollte das Profil ganz besonders im Blick behalten: Dort gelten Reifen mit weniger als vier Millimeter Profil als Sommerreifen. dpa

Auswahl der Winterreifen vom Nutzungsschwerpunkt abhängig

LANDKREIS. Wer neue Winterreifen braucht, orientiert sich laut TüV Süd vor dem Kauf möglichst an Tests von Autoclubs oder Fachzeitschriften. Ihre Kaufentscheidung sollten die Autofahrer demzufolge davon abhängig machen, wie sie ihren Wagen vorwiegend im Winter nutzen. Wer öfter in die Berge fährt, wählt idealerweise einen Pneu, der vor allem auf Eis und Schnee gute Noten bekommt. Ist der Fahrer aber meist als Berufspendler auf Autobahnen unterwegs, können die Faktoren Nässeeigenschaften und Langlebigkeit wichtiger sein, erklärt die Prüforganisation. dpa

Dieselfahrer tanken im Winter besser immer voll

LANDKREIS. Im Winter tanken Autofahrer mit Dieselfahrzeugen besser stets voll. Ansonsten könnte sich aus der Luft im Tank Wasser absetzen und gefrieren. Wenn die Eispartikel den Kraftstofffilter erreichen, können sie diesen verstopfen, warnt die Fachzeitschrift „Auto Straßenverkehr“ (Ausgabe 24/2017).

Grundsätzlich kann Diesel aufgrund von sich bildenden Paraffin-Kristallen bei tiefen Temperaturen schlechter fließen und so den Filter zusetzen. Entweder startet dann der Motor erst gar nicht, oder er geht nach kurzer Zeit wieder aus. Besonders Fahrer älterer Dieselautos – beispielsweise ohne elektrische Filterheizung – sollten daher im Winter aufpassen.

Wenigfahrer tanken möglichst früh Winterdiesel, den die Tankstellen ab dem 16. November anbieten. Tipp: Ein paar Kilometer fahren, um sicherzustellen, dass dieser bis minus 20 Grad fließfähige Diesel auch den Kraftstofffilter erreichen kann. dpa

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