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11:33 19.06.2019
Sie wollten sich in der Kreisliga-Spitzengruppe etablieren. Dieses Saisonziel haben die Fußballer des MTV Rehren A/R mit dem Meistertitel absolut erreicht. Und als Sahnehäubchen gewann das Team von Trainer Sandy Röhrbein dann auch noch den Kreispokal – hier die Jubelszenen direkt nach dem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit gegen den SV Obernkirchen. FOTO: UK

REHREN. Erst Ende Mai die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga, dann am Pfingstsamstag auch noch der Kreispokalsieg: Die Fußballer des MTV Rehren A/R hatten in den vergangenen Wochen gleich mehrfach Grund zum Feiern. 

Mit diesem Double beendete die Mannschaft von Trainer Sandy Röhrbein eine Saison, die kaum besser hätte laufen können. Von 30 Punktspielen gewannen Kapitän Malte Grittner und seine Nebenleute 24. Lediglich zweimal mussten sie ihren Gegnern zum Sieg gratulieren. Mit 76 Punkten hatte der MTV letztlich vier Zähler Vorsprung vor Vizemeister TSV Hagenburg. 

Das Prunkstück der Rehrener bildete zweifellos der überragende Angriff, der 103 Tore erzielte – und damit soviele wie kein anderes Team der Kreisliga. Ebenfalls allen Ansprüchen gerecht wurde die Defensive: Torwart René Hammer und seine Vorderleute ließen lediglich 30 Gegentreffer zu – gerade einmal drei mehr als die Hagenburger, die die beste Kreisliga-Abwehr stellten.  

Bemerkenswert zudem, dass die Rehrener sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde jeweils 38 Punkte einheimsten und damit beide Saisonhälften auf Platz 1 abschlossen. Ebenso bemerkenswert, dass der MTV zuhause kein einziges Spiel verlor und auf dem heimischen Rasen 37 Zähler holte, während das Team auswärts trotz der beiden Niederlagen beim SC Auetal und der FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen sogar 39 Punkte verbuchte.

Dass die Rehrener sechs Jahre nach dem Aufstieg in die Kreisliga den Titel feierten und nach der Sommerpause als Bezirksligist grüßen, haben sie nicht zuletzt ihrer Konstanz zu verdanken. Sie mischten von Anfang an in der Tabellenspitze mit und übernahmen nach der ersten Hagenburger Niederlage und dem 9. Spieltag die Führung – um diese dann nicht wieder herzugeben.  

Der eingewechselte Nick Bergmann (rechts) erzielte das 2:0 im Kreispokalfinale. FOTO: DAK
Der eingewechselte Nick Bergmann (rechts) erzielte das 2:0 im Kreispokalfinale. FOTO: DAK

Ganz so souverän verlief der MTV-Weg zum Pokalsieg nicht: In der 2. Runde beim TuS Schwarz-Weiß Enzen II musste nach einem torlosen Spiel das Elfmeterschießen herhalten, ehe sich der favorisierte Kreisligist gegen das klassentiefere Team durchsetzte. Und im Achtelfinale bei der SG Liekwegen/Sülbeck/ Südhorsten erzielte Matvin Köpper den Rehrener Siegtreffer zum 2:1 erst in der 87. Minute.

Beim 7:1 im Viertelfinale gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen ließ das Röhrbein-Team dann die Muskeln spielen. Und das 7:4 nach Elfmeterschießen im Halbfinale beim TSV Hagenburg dürfte allen Spielern, Betreuern und Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben: Schließlich traf Jan Thies erst in der letzten Minute der Nachspielzeit zum 4:4, ehe er und zwei Teamkollegen ihre Elfmeter sicher verwandelten, während drei Hagenburger Schützen den Ball nicht im Tor unterbrachten.

Der 2:0-Pokalsieg vor einer Woche gegen den SV Obernkirchen kam insofern wenig überraschend, ging der MTV doch als klarer Favorit ins Spiel. Die Bergstädter erwiesen sich jedoch als ebenbürtige Gegner und machten den Rehrenern das Leben schwer. Dass dennoch Letztere – wie meistens in dieser Saison – das bessere Ende für sich hatten, verdankten sie einmal mehr ihrer Willensstärke und ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Und genau diese wird auch nötig sein, um im kommenden Jahr auch in der Bezirksliga zu bestehen. Wie das geht, hat Vorjahresmeister SC Rinteln in dieser Saison ja bereits erfolgreich vorgemacht.
  

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