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Themenwelten
09:09 06.04.2022
Wenn es trotz aufrechter Sitzhaltung im Kreuz schmerzt, überrascht das nicht: Der Rücken braucht Abwechslung. FOTO: DPA

LANDKREIS. Immer schön aufrecht sitzen, dann gibt’s keine Rückenschmerzen. Diesen Satz haben viele Menschen wohl schon mal gehört. So ganz stimmt das aber nicht.

Beim Thema Rückenschmerzen kann fast jeder mitreden. Einige Annahmen darüber beruhen jedoch auf Irrtümern. Darauf weist Professor Nikolai Rainov vom MVZ-Wirbelsäulenzentrum München-Taufkirchen hin.

Dazu gehört die Annahme, dass man lediglich eine aufrechte Sitzhaltung braucht, um von Schmerzen verschont zu bleiben. „Sehr langes Sitzen – egal ob gerade oder schief – führt zur einseitigen Belastung, die dem Rücken schadet“, so Rainov, der Facharzt für Neurochirurgie und spezielle Schmerztherapie ist. Besser sei es, die Sitzposition zwischendurch zu wechseln und regelmäßig aufzustehen, um sich Bewegung zu gönnen. „Der Rücken freut sich über Abwechslung.“     

Zieht und sticht es bereits unangenehm, kommen viele Betroffene auf die Idee, sich besonders zu schonen. Dabei tut meist genau das Gegenteil dem Rücken gut: Bewegung. Ob durch einen entspannten Spaziergang oder einen Besuch im Schwimmbad: „Körperliche Aktivität kann Verspannungen oft lösen“. erläutert der Facharzt.

Wer Schmerzen vorbeugen will, trainiert gezielt die Rückenmuskulatur. Rainov weiß, worauf dabei zu achten ist: „Um Fehlhaltungen zu vermeiden, sollten die Übungen Rücken- und Bauchmuskeln gleichermaßen beanspruchen.“

Nicht zuletzt glauben viele Menschen, dass Rückenschmerzen mit dem Alter kommen. So pauschal lässt sich das aber nicht sagen. „Lendenwirbel blockieren beispielsweise häufig, wenn die umliegenden Muskeln überlastet sind – unabhängig vom Alter der Person“, so Rainov.

Häufig ist es das Iliosakralgelenk, ein Gelenk zwischen Kreuz- und Darmbein, das Beschwerden im unteren Rücken verursacht. „Eine Blockade in diesem Gelenk muss aber keine Alterserscheinung sein, sondern kann auch beim Golfen, Fußballspielen oder in einer Schwangerschaft auftreten.“ dpa


Passivrauchen schadet Kindern besonders stark

LANDKREIS. Passivrauchen ist ungesund und vor allem für Kinder ein Problem. „Sie reagieren besonders sensibel auf die Giftstoffe im Tabakrauch wie Kohlenmonoxid oder Blausäure“, erklärt die Suchtpräventionsexpertin Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Im Verhältnis zum Körpergewicht würden Kinder mehr Luft und damit mehr Giftstoffe einatmen als Erwachsene. „Auch baut ihr Körper Giftstoffe schlechter ab“, macht Goecke deutlich. Atmen Kinder häufiger Tabakrauch aus der Luft ein, kann das bei ihnen zu Atemwegsbeschwerden und Asthma führen.

„Die Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, sollten deshalb rauchfrei bleiben.“ Das gelte besonders für das Auto und die Wohnung. dpa

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