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Home Sonderthemen Recht/Steuern/Wirtschaft E, F und G fallen bald weg
08:53 14.01.2019
Sparsamer heizen: Die EU schraubt die Effizienzklassen für neue Heizkessel hoch. So sollen die Hersteller unter Druck gesetzt werden, sparsamere Geräte zu entwickeln. FOTO: DPA

LANDKREIS. Damit die Hersteller von Heizungen sparsamere Anlagen entwickeln, verschärft die EU die Klassifizierung der Geräte. Im Laufe des Jahres 2019 entfallen daher für neue Heizkessel die niedrigsten Klassen auf dem EU-Label. Was heißt das für Verbraucher? 

Neue Heizkessel tragen ein EU-Label, das mit einer farbigen Skala angibt, wie effizient die Anlage ist. Die Anforderungen werden sich im Laufe dieses Jahres verschärfen. Ab 26. September wird die neue Effizienzklasse A+++ eingeführt, während die Stufen E bis G entfallen. 

Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm „Zukunft Altbau“ empfiehlt, beim Neukauf eines Heizkessels die Neuerungen schon jetzt zu bedenken und konventionelle Öl- und Gasgeräte mit niedriger Effizienz zu meiden. 

„Mit der Verschärfung der Effizienzklassen soll der Druck auf die Hersteller erhöht werden, effizientere Heizungsanlagen in den Handel zu bringen und ältere vom Markt zu nehmen“, sagt Frank Hettler von „Zukunft Altbau“. Bereits 2021 oder 2022 soll die nächste Verschärfung kommen. 

Daher können auch nicht mehr alle Heizungen in gute Klassen gelangen. In die besten Kategorien (A+++ bis A+) kommen Anlagen, wenn sie regenerative Energien nutzen: also beispielsweise Holzheizungen, effiziente Wärmepumpen und Solarkollektoren als Ergänzung zur herkömmlichen Wärmeerzeugung. Für Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind laut „Zukunft Altbau“ die Noten A+++ bis B möglich.

Gas- und Ölheizungen mit Brennwerttechnik werden abgewertet: von bisher A+ auf die Klassen A bis B. Allerdings ist eine bessere Einstufung möglich, wenn die Anlagen mit Technologien zur Nutzung von erneuerbaren Energien kombiniert werden. Das können eine Solarthermieanlage oder eine Wärmepumpe sein.

Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht ausnutzen, erreichen nur noch die Effizienzkategorie C. Sie dürfen laut „Zukunft Altbau“ nur noch in bestimmten Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Verbraucher werden im Handel bereits jetzt keine Geräte der Klasse D mehr finden, die aber in anderen EU-Ländern durchaus noch angeboten werden.

Nicht alle Geräte tragen jedoch überhaupt ein EU-Label. Pflicht ist es für neue Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung. Außerdem sind Warmwasserspeicher bis einschließlich 500 Liter Speichervolumen sowie Produktkombinationen etikettiert. Und die nun ausgebaute Klassifizierung gilt für neue Einzelraumheizgeräte bis 50 Kilowatt Leistung: unter anderem Pelletöfen und andere Holzheizungen.

Allerdings können Verbraucher sich bei der Auswahl eines Heizkessels nach Angaben der Experten nur bedingt auf die Informationen des Labels stützen. Denn dessen Aussagekraft ist begrenzt.

Zwar ist das Etikett ähnlich gestaltet wie die Label für Fernseher, Waschmaschinen und andere Elektrogeräte. Aber es enthält keine echten Vergleichsangaben zu den Betriebskosten. Stattdessen werden Informationen zu Anlagen mit unterschiedlich teuren Energieträgern gegenübergestellt – beispielsweise Öl- und Stromheizungen.

Hinzu kommt, dass sich der Energieverbrauch einer Heizung immer im Zusammenspiel mit dem Energiestandard des Gebäudes ergibt. Dieser basiert zum Beispiel auch darauf, wie gut es gedämmt ist. Und jeder Besitzer reguliert die Raumwärme anders. Daher sollten Hausbesitzer sich immer von einem Fachmann individuell beraten lassen. dpa

LANDKREIS. Beim Hausbau im Winter ist bei bestimmten Arbeiten eine gute Lüftung des Gebäudes besonders wichtig. Sonst drohen Feuchteschäden und Schimmelbefall. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (Berlin) hin. Denn mit Estrich und Putz gelangt Feuchtigkeit in den Bau. Um diese wegzubekommen, muss ausreichend und konsequent gelüftet sowie geheizt werden.

Schwierig ist die Situation nach Angaben der VPB-Bausachverständigen, wenn im Erdgeschoss und ersten Stockwerk schon verputzt und geheizt wird, aber der Übergang zum noch nicht ausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss offen ist. Dann steige die feuchte Luft aus dem Erdgeschoss in die oberen Gebäudeteile und kondensiere an den kühlen Dachsparren.

Hierbei kommt es laut VPB fast immer zu Schimmelbefall. Die Sanierung sei teuer, im schlimmsten Fall müssten die Balken ausgetauscht werden. Bauherren sollten also darauf achten, dass das Treppenloch zum unausgebauten Dachgeschoss vor dem Innenausbau geschlossen wird. dpa

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