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Home Sonderthemen Bauen/Wohnen Eine saubere Sache: Gebäudereiniger und -dienstleister in Schaumburg
00:00 23.01.2019
Das Fensterputzen gehört zu den zahlreichen Aufgaben, um die sich Gebäudedienstleister kümmern. FOTO: DPA
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LANDKREIS. Mit rund 600 000 Beschäftigten ist das Gebäudereiniger-Handwerk nach eigenen Angaben die inzwischen beschäftigungsstärkste Branche in Deutschland. In den vergangenen Jahren haben sich die Betriebe immer mehr zu Gebäudedienstleistern entwickelt. 

Deren Mitarbeiter sorgen für Sauberkeit und Hygiene am Arbeitsplatz, in Krankenhäusern und Schulen, aber auch in Privathaushalten. Winterdienst und Grünanlagenpflege gehören ebenfalls zum Dienstleistungsspektrum. 

So werden Privatleute beispielsweise bei zahlreichen Haushaltstätigkeiten entlastet: Neben den normalen Reinigungsarbeiten im Haus kümmern sich die beauftragten Firmen oft auch gerne um Bügeldienst, Gardinenservice und das Fensterputzen. All diese Dinge werden als haushaltsnahe Dienstleistungen normalerweise steuerlich anerkannt. 

Ein recht junger Aufgabenbereich ist die Reinigung solartechnischer Anlagen. „Wenig bekannt ist noch, dass die Effizienz von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dächern durch Verschmutzungen – vor allem im ländlichen Bereich – erheblich reduziert sein kann“, erläutert der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks. Zudem arbeite die Solaranlage aufgrund der Reihenschaltung nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette. Deshalb gelte: „Nur die regelmäßige Säuberung der Solarmodule führt zur vollständigen Nutzung der Energieausbeute.“

Diese wenigen Beispiele zeigen nach Ansicht des Bundesinnungsverband vor allem eines: „Der professionelle Gebäudereiniger bietet genau den speziellen Service, den der jeweilige Kunde benötigt.“ Aus diesem Grund sei die Vergabe eines Auftrags an einen spezialisierten Fachbetrieb des Gebäudereiniger-Handwerks „ein Full-Service, der sich im wahrsten Sinne des Wortes rechnet“. r


LANDKREIS. Am 1. Januar dieses Jahres ist eine weitere Lohnerhöhung für die Beschäftigten des Gebäudereiniger-Handwerks in Kraft getreten. Der tarifliche Mindestlohn pro Stunde beträgt jetzt 10,56 Euro im Westen und 10,05 Euro im Osten. Zuvor gab es 10,30 Euro beziehungsweise 9,55 Euro. „Damit liegen die tariflichen Mindestlöhne im Gebäudereiniger-Handwerk deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn von aktuell 9,19 Euro“, schreibt der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in einer Pressemitteilung.

Die Lohnerhöhung ist demnach die zweite von drei mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) vereinbarten und allgemeinverbindlich gültigen Lohnerhöhungen. Im Jahr 2020 komme die Angleichung des Ost-Lohns an den West-Lohn hinzu.

Besonderen Grund zur Freude haben laut Bundesinnungsverband die Auszubildenden: Erstmalig werde in diesem Jahr durch die Lohnerhöhung im 3. Lehrjahr die 1000 Euro-Grenze im Westen überschritten. „Damit wird eine Ausbildung in diesem Handwerk für junge Menschen nicht nur aufgrund der hervorragenden Aufstiegsmöglichkeiten interessanter.“ r

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