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Home Sonderthemen Bauen/Wohnen Es wird dreidimensional
10:39 07.05.2018
Diese Tapete mit Struktur wirkt optisch dreidimensional.

07.05.2018

Bauen/Wohnen

LANDKREIS. Während Menschen früher das ganze Zimmer und Häuser tapeziert haben, gestalten sie heute eher Ecken oder einzelne Wände eines Raums mit einer Tapete. Die Auswahl an Stilen ist groß: Neben mehr Struktur kommen zusehends auch fotorealistische Motive an die Wand.

Tapeten sind auffällig und vielfältig: Insbesondere grafische Elemente dienen als Blickfang. „Die Muster ziehen viele Kunden an“, sagt Karsten Brandt. Dem Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts zufolge verlässt im heimischen Wohnzimmer jedoch viele der Mut. Seiner Erfahrung nach suchen viele Kunden dann eher nach dezenten Tapeten, die langfristig angesagt bleiben – und kombinieren beispielsweise zarte Pastelltöne mit floralen Mustern.

Mit Patina: Diese Küchenwand ist mit einer Tapete im Industrie- Look gestaltet. FOTOS: DTI
Mit Patina: Diese Küchenwand ist mit einer Tapete im Industrie- Look gestaltet. FOTOS: DTI

Aber auch warme Farben sind weiterhin gefragt. „Sie gestalten den Raum gemütlich“, sagt Brandt. Die allgemeinen Farbtrends gelten auch für die Tapetenindustrie: Neben Rot- und Terrakottatönen gibt es viele Grüntöne. Mit ihnen holen sich Kunden die Natur in den Wohnraum.

Die Oberfläche der Tapeten kommt derweil ausdrucksstark daher – in Form von Struktur-Tapeten. „Es ist ein haptisches Erlebnis, wenn man mit seiner Hand über eine dreidimensionale Struktur fährt“, schildert Brandt. Einige Hersteller haben Tapeten mit geschwungenen, glitzernden Linien oder spiegelnden Metallic-Effekten im Sortiment.

Ebenso beliebt sind nachempfundene Stilelemente. „Die Tapete erinnert dann beispielsweise an alte Kacheln einer italienischen Landhausküche aus dem 19. Jahrhundert“, erklärt Brandt. Vereinzelte Kacheln wirken so, als wären sie kaputt und alt – und Prägungen verstärken diesen Effekt.

Auch fotorealistische Motive bleiben angesagt: Das gilt insbesondere für die Wandgestaltung in der Küche. Die Tapeten zeigen dann beispielsweise Bilder von frischen Zitronen, von Kaffeebohnen oder Kräutern. „Besonders geeignet für die Küche sind scheuerbeständige Tapeten“, sagt Brandt.

Für das Wohnzimmer sind hingegen Motive an der Wand beliebt, die mehr einen Industrie- Stil oder die Atmosphäre eines Lofts verkörpern. Der Experte nennt eine nachempfundene Bücherwand, einen alten Apothekerschrank, ein altes Fabrik-Regal oder die Imitation einer roten Backsteinwand.

Im Vergleich zu früher werden laut Brandt seltener komplette Räume oder gar das ganze Haus tapeziert. Vielmehr gestalten Tapeten einzelne Ecken, Nischen oder Wandvorsprünge im Raum. „Und bei der Gestaltung eines gemütlichen Wohnraums rückt der Essbereich immer mehr ins Zentrum.“ dpa

Matthias Vogt
Malerbetrieb Ingo Gödecke

Maler- und Lackiererinnung in Zahlen

LANDKREIS. Derzeit besteht die Maler- und Lackiererinnung Schaumburg aus 30 Mitgliedsbetrieben. Diese beschäftigen insgesamt rund 300 Arbeitnehmer. Hinzu kommen aktuell 31 Auszubildende zum Maler und Lackierer sowie weitere 22 Auszubildende als Fahrzeuglackierer. Zum Leistungsspektrum der Innungsbetriebe gehören unter anderem Fassadenanstriche und -sanierungen, Wärmedämmung, alles rund um Farben und Tapeten sowie die Schimmel- und Betonsanierung. hb

Weitere Infos gibt es im Internet: 

www.schaumburg-handwerk.de

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