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Themenwelten
06:41 02.03.2022
Hörgeräte sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sie zuverlässig funktionieren. FOTO: DPA

LANDKREIS. Schweiß und Staub, Creme-Reste und vor allem Ohrenschmalz: All das lässt ein Hörgerät verdrecken. Umso wichtiger ist eine regelmäßige, gründliche Reinigung. Wie geht man dabei vor? 
     

Die Brille

Für eine schnelle, oberflächliche Reinigung eignen sich feuchte Spezialtücher, die es beim Hörakustiker gibt. „Sie sind so zusammengesetzt, dass sie das Hörgerät reinigen und desinfizieren, aber den Kunststoff nicht austrocknen, aus dem die Geräte gefertigt sind“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Das soll die Langlebigkeit der Gehäuse fördern.

Am häufigsten sind Hörsysteme ihren Angaben zufolge am Ohrpass-Stück verschmutzt. Dieses sitzt im Gehörgang, was den natürlichen Abtransport von Ohrenschmalz verhindert. „Weil das Ohr aber stetig Ohrenschmalz produziert, verstopft es mit der Zeit die Höreröffnung oder den Schallaustritt des Schlauches.“ Also gelte: immer mal sauber machen.

Der häufigste Reinigungsfehler passiert laut Frickel bei Schallschläuchen, wenn diese nach einem Reinigungsbad nicht richtig trocken gepustet werden. Wichtig hierbei: Der Blasebalg aus dem Reinigungsset muss fest auf den Schlauch aufgesetzt werden. Mit mehreren kräftigen Pumpstößen wird das Wasser aus dem Schlauch geblasen, bis keine Tröpfchen mehr darin zurückbleiben.

Bei sogenannten RIC- und IdO-Hörsystemen sind es oft die Siebe der Lautsprecher- und Mikrofon-Öffnungen, die durch Ohrenschmalz und Hautschüppchen verstopft sind. Sie sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Hörakustiker zeigen bereits bei der Anpassung ans Ohr, wie das geht. „Danach kann man den Austausch auch selbst vornehmen“, sagt die biha-Präsidentin. Mit Spezialreinigungsbürsten könne man Mikrofon- und Höreröffnungen vorsichtig von leichten Ablagerungen befreien, erläutert sie weiter. „Dabei müssen die Borsten in einem 45-Grad-Winkel zur Öffnung stehen.“

Wichtig ist Frickel zufolge auch das Trocknen der Hörsysteme: „Wahlweise mit der Hilfe einer Salzkapsel oder elektrisch.“ Die Trockenkapseln ziehen über Nacht die Feuchtigkeit aus den geöffneten Hörsystemen, wenn diese in einer verschlossenen Dose, einem Trockenbeutel oder Etui liegen.

In der elektrischen Trockenbox werden die Geräte hingegen mit leerem Batteriefach auf bis zu 50 Grad erhitzt, sodass die Feuchtigkeit verdunstet. „Oft nehmen diese Boxen auch eine UV-Bestrahlung vor“, erklärt die Verbands-Chefin. „Dadurch wird die Oberfläche der Geräte zusätzlich desinfiziert.“ dpa 
  

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