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Home Sonderthemen Recht/Steuern/Wirtschaft Metall ist überall
14:29 09.04.2019
Wer im Metallhandwerk arbeitet, hat einen vielfältigen Beruf und zahlreiche Karrieremöglichkeiten. FOTO: DPA

LANDKREIS. Das Metallhandwerk im Schaumburger Land und im gesamten Bundesgebiet steht für die ganze Vielfalt metallverarbeitender Unternehmen, die eine Industrienation wie Deutschland benötigt: Maschinenbau, Werkzeugbau, Metall- und Stahlkonstruktionen im Hoch- und Tiefbau, Klimaschutz und Mobilität, öffentliche Infrastruktur und modernes Wohnen. Metallhandwerker bauen Gebäude aus Glas und Metall, produzieren Maschinen und Werkzeuge, sind Instandsetzer, Designer und Entwickler.

Metallbetriebe sind überall dort zu finden, wo produziert, gebaut und gewohnt wird. In diesem Handwerk gibt es jede Menge Berufe, die Spaß machen und Zukunft haben. Ganz gleich, ob Facharbeiter, Abteilungsleiter oder Chef: Die Bezahlung stimmt – und der Arbeitsplatz ist sicher.

Knoche

Im Metallhandwerk werden Facharbeiter, Meister, Werkstattleiter und Assistenten der Geschäftsführung gebraucht. Auch als Abteilungs- oder Baustellenleiter, Produktionsexperte oder erfolgreicher Unternehmer kann man hier seinen Weg machen.

„Im Handwerk entscheidet jeder selbst, was für ihn persönlich Karriere bedeutet, nicht die Personalabteilung eines großen Konzerns“, heißt es dazu vonseiten des Bundesverbands Metall – Vereinigung Deutscher Metallhandwerke (BVM). „Wer nach oben will, für den ist die Lehre der Anfang.“ Sie ebne den Weg zu zahlreichen interessanten Spezialisierungen. „Mit oder ohne Abitur: Wer sein Handwerk beherrscht, dem stehen heute alle Berufswelten und Bildungstüren offen“, betont der BVM. Das moderne Berufslaufbahnkonzept ermöglicht in allen Metallberufen eine lebenslange Karriere.

In den Schaumburger Betrieben des Metallhandwerks wird insbesondere in folgenden Bereichen ausgebildet:

Fachrichtung Konstruktionstechnik

Konstruktionstechniker findet man heute meist auf der Baustelle oder am Computer. Vom Vordach bis zur Großbaustelle auf dem Flughafen, das Bushäuschen um die Ecke, Treppen und Geländer, schwimmende Häuser, selbst Ökohäuser: Ohne Metall kommt moderne Architektur nicht aus.

Konstruktionstechniker lernen die Metallbearbeitung von der Pike auf. Nicht Muskelkraft entscheidet, sondern Präzision und Geschick. Moderne Maschinenparks nehmen den Mitarbeitern der Werkstatt schwere Arbeit ab.

Gebraucht werden vor allem findige Köpfe, die Spaß haben, mit dem Computer zu arbeiten, dreidimensional zu denken sowie Werkzeuge oder Bauteile herzustellen und in Bewegung zu setzen. Sehr gefragt sind insbesondere Teamgeist und Kreativität.

Fachrichtung Feinwerkmechanik

Drehen, fräsen, bohren und schleifen auf tausendstel Millimeter genau: Wer sich für den Schwerpunkt Zerspanungstechnik entscheidet, erlernt die Herstellung von Präzisionsteilen auf konventionellen und computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen. Auch geht es darum, technische Zeichnungen zu lesen, Maschinen zu programmieren und Fertigungsabläufe zu optimieren.

Produktions- und Maschinen-Spezialisten sind sehr gefragt, denn die computergestützten Anlagen, mit denen heute gedreht und gefräst wird, sind leistungsfähig und teuer. Wer in diesem Bereich arbeitet, muss dafür sorgen, dass die teuren Werkzeuge in der Produktion optimal eingesetzt werden und die Qualität der Werkstücke stimmt. Dabei sind handwerkliches Geschick und Sorgfalt sowie Spaß an der Beherrschung großer Maschinen erforderlich. r

LANDKREIS. Derzeit besteht die Metallinnung Schaumburg aus 24 Mitgliedsbetrieben. Diese beschäftigen insgesamt rund 400 Arbeitnehmer. Hinzu kommen aktuell 65 Auszubildende in den Fachrichtungen Konstruktionstechnik beziehungsweise Feinwerkmechanik. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.schaumburg-handwerk.de. hb

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