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Home Sonderthemen Bauen/Wohnen Mit Grips statt Muckis
21:13 19.06.2020
Der Maurer gehört zu den Schlüsselberufen der Baubranche. FOTO: PIXABAY

LANDKREIS. „Im Sommer Lehrer – im Winter Maurer“: Das galt lange als berufliche Traumkombination für Faulenzer. Doch dieses Klischee hat in beiderlei Hinsicht längst an Glaubwürdigkeit verloren. Maurer ist längst ein Ganzjahresjob – was für die Beschäftigten auch gute Seiten hat.

In der Baubranche gab es im vergangenen Jahr rund 2,5 Millionen Beschäftigte – davon nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) knapp 500 000 im Bauhauptgewerbe. Hierbei gelte der Maurer nach wie vor als Schlüsselberuf.

Allerdings sei das Interesse der Jugendlichen am Maurer-Beruf nicht mehr so groß wie früher, erläutert der Verband. Denn insbesondere der Beruf des Maurers habe den Ruf, dass dort noch richtig malocht werden muss.

„Es stimmt, dass die Arbeit körperlich anstrengend ist“, schildert der ZDB. Ständiges Steineschleppen sei aber vorbei. Wo vor Jahrzehnten noch Muskelkraft gefragt war, kommen heute Maschinen zum Einsatz. Dementsprechend bräuchten Maurer heute mindestens genauso viel Köpfchen wie Muckis.

Ein Hauptschulabschluss mit passablen Noten in Deutsch und Mathe ist bei vielen Unternehmen Mindestvoraussetzung. Ausgebildet wird bundesweit. Die Lehre dauert üblicherweise drei Jahre – inklusive Zwischenprüfung nach dem zweiten Lehrjahr.

Ein Vorteil des Maurerberufs ist das vergleichsweise hohe Lohnniveau: Die Ausbildungsvergütung ist die höchste im Handwerk. Sie steigt von 760 Euro brutto im ersten Jahr über rund 1000 Euro im zweiten Jahr auf bis zu 1400 Euro im dritten Jahr. Der Anteil der Frauen liegt nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bei lediglich 0,5 Prozent.

Nach Abschluss der Ausbildung arbeiten Maurer zunächst als Geselle. Weiterbildung kann sich allerdings schnell auszahlen: So kann man sich zum Vorarbeiter, Werkpolier, Polier oder Meister qualifizieren. „Im Bau werden Führungskräfte gebraucht“, betont der ZDB.

Solche Führungsaufgaben können auch für Abiturienten attraktiv sein: beispielsweise als Alternative zum Studium des Bau-Ingenieurwesens oder der Architektur im Anschluss an die Ausbildung. Die Chancen auf einen guten Job sind nach Verbandangaben hoch. Und die Bezahlung sei unter Umständen genauso gut wie bei Hochschulabsolventen. r


LANDKREIS. Hausbesitzer sollten ihr Dach mindestens einmal jährlich gründlich überprüfen. Darauf weist der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks hin. Ratsam sei dies außerdem nach Sturm, Hagel oder einem schweren Gewitter.

Das hat seine Gründe: „Bei Sturmschäden müssen Hauseigentümer nachweisen, dass ein Fachbetrieb regelmäßig das Dach überprüft hat, sonst können sie haftbar gemacht werden“, erläutert Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren (VPB).

Bei der Suche nach möglichen Schäden könne man sich gegebenenfalls erst einmal selbst behelfen: zum Beispiel mit guten Fotos einer Digitalkamera, die man am Computer-Bildschirm in Vergrößerung betrachtet. Vergleiche mit vorherigen Aufnahmen liefern Hinweise, ob die Dachdeckung Schäden oder Veränderungen aufweist.

Jedoch fehlt Laien in aller Regel das Fachwissen, um Arbeiten persönlich vernünftig ausführen zu können. Schließlich muss das Dach hundertprozentig dicht sein. „Auch sollten Nicht-Fachleute die Gefahr nicht unterschätzen, vom Dach abzustürzen“, betont Ellinger. Daher sollten Hausbesitzer solche Reparaturen generell Fachleuten überlassen. dpa
  

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