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Themenwelten
08:25 11.03.2021
Wer am Wochenende oder einem Feiertag einen Notdienst braucht, sollte am besten bereits einen seriösen Handwerker kennen – und dann nicht erst mit der Suche danach beginnen müssen. FOTO: DPA

LANDKREIS. Meistens ist es ziemlich blöd oder unpassend, wenn man an Wochenende oder Feiertagen einen Handwerker braucht. Wer einen Notdienst anrufen muss, sollte auf ein paar Warnzeichen achten, um hohe Kosten zu vermeiden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband gibt für solche Fälle insbesondere zwei wichtige Tipps: Die Telefonnummer eines seriösen Handwerkers aus der Umgebung im Handy abspeichern – und am Telefon nach den Kosten fragen, bevor man einen Notdienst zu ungewöhnlichen Zeiten beauftragt. Dann blieben die Kosten im Rahmen, wenn der Schlüssel steckt oder ein Wasserrohr bricht.

Unseriöse Anbieter wollen teilweise mehr als 1000 Euro

Manche Notdienste stellen insbesondere am Wochenende und an Feiertagen sehr teure Rechnungen, warnen die Verbraucherschützer. Die Experten empfehlen, vorab am Telefon zu klären, wie weit der Betrieb entfernt ist und was der Anfahrtsweg sowie die Leistung kosten sollen.

Rund 120 Euro seien beispielsweise für eine Türöffnung am Wochenende denkbar. Unseriöse Firmen verlangen hingegen bisweilen mehr als 1000 Euro für einen Einsatz außerhalb der Geschäftszeiten.

Verbraucher sollten sich von scheinbaren Schnäppchen und weit vorne gelisteten Suchangeboten im Netz nicht täuschen lassen. „Auch Angaben im Internet wie eine lokale Telefonvorwahl oder eine örtliche Firmenadresse lassen sich leicht fälschen“, warnen die Experten.

Rechnung verlangen und genau prüfen

Viele Firmen bestehen demnach auf einer Barzahlung. Verbraucher können aber auch eine Zahlung per Rechnung verlangen. Sie sollten die einzelnen Punkte genau prüfen – insbesondere bei hohen Beträgen. Nur mit einer ausführlichen und formalen Rechnung können sie diese reklamieren.

Sollte der Notdienst einen Kunden unter Druck setzen und zum Beispiel verlangen, dass man zum Geldautomaten fährt, sei dies ein absolut unseriöses Verhalten. Dann empfehlen die Experten, die Polizei zu rufen: „Denn Nötigung ist strafbar.“

Idealerweise gut darauf vorbereitet sein

Um einen seriösen Anbieter zu finden, kann man Freunde, Nachbarn oder auch die Hausverwaltung nach guten Erfahrungen fragen – auch für Pannen außerhalb der Geschäftszeiten. Und wer beim Schlüssel-Thema vorsorgen wolle, könne beispielsweise einen zweiten Haustürschlüssel bei vertrauenswürdigen Nachbarn deponieren, die zudem häufig zu Hause seien. dpa
   

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