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Home Sonderthemen Gesundheit Trainieren wie die Stars
16:31 17.01.2019
Jeder Muskel und jedes Gelenk wird benutzt: Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das die Teilnehmer von Kopf bis Fuß kräftigt. FOTO: DPA
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LANDKREIS. Nach Weihnachten blickt so mancher mit Sorge in den Spiegel und stellt fest: Ein straffer Körper sieht anders aus. Da kann Pilates helfen. Mit diesem Dehn- und Kräftigungstraining optimieren auch viele Prominente ihr Aussehen und ihre Fitness.

Madonna, Scarlett Johansson und Jessica Biel tun es angeblich schon länger – und mittlerweile offenbar auch Miley Cyrus und Liam Hemsworth: Auf Pilates schwören aber nicht nur Stars, sondern auch viele andere Menschen. Bei der Trainerauswahl sollten Kunden allerdings kritisch sein. Denn dieser Sport kann – bei falscher Ausübung – auch Schäden anrichten.

„Pilates ist ein Dehn- und Kräftigungstraining, bei dem vor allem die Muskulatur des Rumpfes gestärkt wird – also die von Bauch, unterem Rücken und Beckenboden“, erläutert Lutz Hertel. Dem Vorsitzenden des Deutschen Wellness-Verbandes zufolge werden hierbei unterschiedliche Aspekte miteinander verbunden: „Bewegung mit Kraft, Atmung mit Wahrnehmung, Haltung mit Beweglichkeit sowie Anspannung mit Entspannung.“ Dieser Sport sei eine Mischung aus Yoga, Atemtherapie, Krafttraining und Entspannung.


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„Pilates ist eine ganzkörperliche Betätigungsart, bei der jeder Muskel und jedes Gelenk benutzt wird“, ergänzt Kurt Rotter, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Pilates-Trainer in Medizin & Sport. „Die Übungen sind nicht alle neu – aber man macht sie bewusst, so dass Muskeln gekräftigt und entlastet werden.“

Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu den Effekten von Pilates gibt es kaum. Dennoch gehört Pilates laut Hertel vor allem in England und den USA zur Ausbildung an anerkannten Tanzschulen und Hochschulen. Auch in Deutschland werde in einigen Kultureinrichtungen wie Ballett-Ensembles nach Pilates trainiert.

„In der medizinischen Reha – zum Beispiel nach Sportverletzungen – wird ebenfalls Pilates eingesetzt“, sagt Hertel. Teilweise werde es von Ärzten als gerätegestützte Physiotherapie verordnet. Pilates sei besonders geeignet für Sportler sowie für Menschen, die unter chronischen, haltungsbedingten Rückenschmerzen leiden.

Allerdings müssen Interessierte vorsichtig sein. Den Experten zufolge ist der Begriff „Pilates“ nicht geschützt. „Es gibt auch keine einheitlichen Richtlinien für die Ausbildung“, sagt Hertel. „Jeder kann sich Pilates-Trainer oder Pilates-Experte nennen.“

Rotter empfiehlt deshalb, sich seinen Trainer genau anzuschauen. „Es ist wichtig, dass der- oder diejenige Wissen über Anatomie hat, um Zusammenhänge im Körper besser zu verstehen.“ Denn nicht jede Übung sei für jeden Menschen geeignet.

„Wer zum Beispiel einen flachen Rücken – also eine nicht normal ausgeprägte Krümmung – hat, der sollte in Rückenlage seine Beine nicht stark hoch- und runterbewegen, weil sonst die Gefahr besteht, einen Bandscheibenvorfall zu bekommen“, so Rotter.

Hertel betont, dass die Probleme nicht mit der Methode des Pilates an sich zu tun haben, sondern mit den Menschen, die sie unterrichten oder praktizieren. Gesundheitliche Vorbelastungen, insbesondere Schäden an der Wirbelsäule, müssten sehr ernst genommen werden. „In solchen Fällen würde ich auch dringend davon abraten, sich anhand von Büchern oder Videos die Übungen selbst beizubringen.“

Sein Tipp: „Wer bei den Trainern sicher gehen will, sucht für professionelle Anleitung einen staatlich anerkannten Physiotherapeuten, der wenigstens 600 Stunden Fortbildung und Hospitationsstunden in Pilates absolviert hat.“

Außerdem sollte nicht jeder Pilates machen. „Wer unter chronischen oder akuten Erkrankungen leidet, sollte grundsätzlich seinen Arzt um Rat fragen“, sagt Hertel. Gefährlich seien unter anderem Entzündungen jeder Art, akute Bandscheibenvorfälle und Osteoporose mit Extremstellungen der Wirbelsäule. Auch wer einen akuten Infekt oder eine Erkältung hat oder sich sonst unwohl fühlt, sollte den Experten zufolge kein Pilates-Training durchführen. dpa


LANDKREIS. Immer mehr Lebensmittel werben damit, was sie alles nicht enthalten. Für Verbraucher hat das aber nur bedingt Aussagekraft. Manchmal werden beispielsweise Zusatzstoffe ausgeschlossen, die laut Lebensmittelgesetz ohnehin nicht in dem Produkt enthalten sein dürfen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Stattdessen sollte man sich beim Einkauf lieber auf das konzentrieren, was ein Produkt enthält. Entspricht der Anteil an Fett, Zucker und Salz den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung? Erkennbar ist das unter anderem an den Nährwertangaben. Wie ist es um den Vitamingehalt bestellt? Tiefgefrorene Ware enthält beispielsweise deutlich mehr Vitamine als Essen in Konserven oder im Glas.

Fertiggerichte wie Aufläufe, Nudel- und Reisgerichte sowie Pizzen enthalten oft zu viel Fett. Eine erwachsene Frau sollte laut Verbraucherzentrale nicht mehr als 54 Gramm Fett pro Tag zu sich nehmen. Mit manchem Fertiggericht werde bereits die Hälfte dieses Werts erreicht. dpa


LANDKREIS. Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommt, lebt gesünder. Denn die Bewegung hält fit. Und im Vergleich zu Auto- oder Bahn-Pendlern sind Radler und Fußgänger im Alltag auch weniger gestresst. Zudem kommen Radfahrer zwar erschöpfter als andere Pendler bei der Arbeit an, aber mit reichlich positiver Energie. Darauf weist der TÜV Nord unter Verweis auf verschiedene Studien hin.

Wer kann, sollte daher möglichst mit dem Rad zur Arbeit fahren – auch wenn die Luft auf dem Weg dorthin wegen des Autoverkehrs nicht die beste ist. Damit die Schadstoffbelastung die gesundheitlichen Vorteile der sportlichen Pendelei zunichte macht, müssten Radler und Fußgänger ausgesprochen lange unterwegs sein: nämlich 90 Minuten auf dem Rad oder zehn Stunden zu Fuß. Und selbst nach so langer Zeit würde laut TÜV der negative Effekt der Pendelei im Abgas-Nebel nur dann überwiegen, wenn die Feinstaubkonzentration dauerhaft weit über dem Grenzwert läge. dpa


LANDKREIS. Bei Früchtemüsli hält der Inhalt mitunter nicht, was die Bilder auf der Packung versprechen. So sei das Obst in der abgebildeten Vielfalt oft nicht in der Tüte zu finden, kritisiert die Verbraucherzentrale Bayern. Rosinen dominieren demnach häufig in den Mischungen. Sie seien preiswerter als Trockenfrüchte.

Den Experten zufolge gibt es keine Vorgabe, wie viele Früchte in Früchtemüsli enthalten sein müssen. Verbraucher sollten deshalb vor dem Kauf den Fruchtanteil in den Angaben zu den Inhaltsstoffen nachprüfen. Oder sie machen ihr Früchtemüsli selbst und geben frisches Obst zu einer Mischung aus Getreideflocken, Nüssen und Samen. Im Vergleich zu Trockenfrüchten enthalte das zugleich weniger Zucker und mehr Vitamine. dpa

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