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22:21 08.11.2020
Alles noch da? Eine solche Dachkontrolle ist (nicht nur) nach einem Sturm sinnvoll. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht. FOTO: DP

LANDKREIS. Sind alle Ziegel noch da? Muss etwas ausgebessert werden? Nach einem Sturm können Hausbesitzer solche Fragen vom Profi klären lassen – und dabei Steuern sparen. Wer von einem Handwerker nach Stürmen seine Fassaden und das Dach prüfen und reparieren lässt, kann die Kosten steuerlich absetzen. Darauf weist der Verband privater Bauherren hin. 

Von den Arbeitskosten des Handwerkers dürfen 20 Prozent von maximal 6000 Euro pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden. Das entspricht einer maximal möglichen Ersparnis von 1200 Euro. Voraussetzung dabei: Es muss eine ordentliche Rechnung vorliegen, in der Lohn und Materialkosten getrennt aufgeführt sind. Außerdem muss die Rechnung per Überweisung beglichen werden.

Ein weiterer Vorteil einer Rechnung: Eigentümer haben damit auch gleich noch den Beweis für die Erfüllung ihrer Verkehrssicherungspflicht in den Händen. Im Falle eines Falles wird ein Richter danach fragen, falls heruntergefallene Dachziegel Personen verletzen oder Autos beschädigen. dpa 


Was vor dem Winter noch zu tun ist

LANDKREIS. Hausbesitzer sollten das Dach vor dem Winter auf Schäden hin untersuchen und die Dachrinnen von Laub befreien. Außerdem empfiehlt es sich, spezielle Gitter anzubringen, damit gar nicht erst Blätter in die Rinnen fallen, empfiehlt der Eigentümer-Verband Haus & Grund.

Wer das Dach nicht kontrolliert, geht das Risiko ein, dass Ziegel durch Stürme verschoben werden und durch die Öffnungen Wasser ins Haus eindringt. Auch Außen-Wasseranschlüsse gilt es zu leeren, um Frostschäden zu vermeiden. Dichtungen von Fenstern und Türen gehören eventuell eingefettet, damit sie nicht porös werden und weiterhin wasser- und winddicht schließen. dpa 


Wenn es mal geschneit hat

LANDKREIS. Schnee auf dem Dach kann die Standsicherheit des Hauses gefährden. Dachdecker übernehmen das vorsorgliche Räumen, die Feuerwehr hilft lediglich bei akuter Einsturzgefahr. Wie viele Kilogramm die Konstruktion tragen kann, erfahren Hausbesitzer im Standsicherheitsnachweis des Daches. „Sie müssen aber beachten, dass nicht die Dicke eines Schneebretts, sondern dessen Wassergehalt entscheidend für das Gewicht ist“, erklärt Professor Norbert Gebbeken, Statiker bei der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. „Schon zehn Zentimeter nasser Schnee können fast 100 Kilogramm pro Quadratmeter bedeuten – wobei die Werte von Region zu Region variieren.“ dpa