Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg

Home Sonderthemen Gesundheit Unsichtbare Plagegeister
00:00 28.03.2019
Wer von Heuschnupfen geplagt ist, muss nicht auf Pflanzen in seinem Garten verzichten. FOTO: DPA

Landkreis. Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, könnte auch Probleme mit der Hasel haben. Denn die beiden Arten sind verwandt. Das trifft auf viele gängige Gartenpflanzen zu, die Pollenallergiker plagen.

Betroffene sollten daher vor dem Kauf einer Pflanze recherchieren, ob sie sich nicht ein weiteres schwarzes Schaf einer Pflanzenfamilie auf ihr Grundstück holen. Zu erkennen ist das an den gemeinsamen biologischen Namen.

Diese bestehen aus der Gattung an erster Stelle und der Art an zweiter Stelle. Manchmal gibt es auch noch eine Sortenangabe an dritter Stelle. Letztere wird meist in einfache Anführungszeichen gesetzt.

Ein Beispiel: Die Birke gehört in die Gattung Betula, die Hasel in Corylus. Hier findet man noch keine Gemeinsamkeiten. Daher muss man sich die höhere Kategorie anschauen: Die Verwandtschaft von Hasel und Birke zeigt sich im Familiennamen, der der Gattung übergeordnet ist. Bei beiden Pflanzen lautet er Betulaceae.

Leider findet man diesen Familiennamen oftmals nicht bei den Informationen, die der Handel zu einer Pflanze gibt. Allerdings sind die Angaben so gängig, dass man sie über eine Suchmaschine im Internet schnell recherchieren kann. Dafür reicht es, den deutschen Namen einer Pflanze einzugeben. dpa


Ärzte empfehlen, Fieber bei Kindern am Darmausgang zu messen. FOTO: DPA
Ärzte empfehlen, Fieber bei Kindern am Darmausgang zu messen. FOTO: DPA

Landkreis. An der Stirn, im Ohr, unterm Arm, im Mund oder im After: Es gibt viele Möglichkeiten, bei Kindern Fieber zu messen. Doch keine Methode ist so exakt wie die rektale Messung. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

In den Achselhöhlen ist die Messung demnach am wenigsten exakt – und deshalb nicht zu empfehlen. Wollen Eltern das Fieber im Mund messen, kann dies für kleinere Kinder eine Herausforderung darstellen. Sie dürfen 15 Minuten zuvor nicht gegessen oder getrunken haben, nur durch die Nase atmen, den Mund nicht öffnen und auch nicht auf das Thermometer beißen.

Nachteile hat laut BVKJ auch das sogenannte Schnullerthermometer. Das Kind müsse den Schnuller dafür drei bis fünf Minuten ruhig halten. Für die Anwendung mit einem Ohrthermometer muss das Kind mindestens ein halbes Jahr alt sein, da der Gehörgang vorher noch zu klein sei, erklären die Ärzte.

Für die digitale Messung im After sollte das Kind seitlich oder auf dem Rücken liegen. Und die Spitze des Thermometers sollte zuvor mit Vaseline beschmiert werden. dpa


Körper im Ausnahmezustand: Stress ist eine Belastung für den Körper – und macht deshalb auf Dauer krank. FOTOS: DPA
Körper im Ausnahmezustand: Stress ist eine Belastung für den Körper – und macht deshalb auf Dauer krank. FOTOS: DPA

Landkreis. Wer dauerhaft gestresst ist, spürt irgendwann körperliche Folgen. Damit es nicht so weit kommt, sollte jeder auf die Warnzeichen achten – und negativen Stress nicht mit dem positiven Flow-Gefühl verwechseln.

Stress kennt wahrscheinlich jeder. Doch wann wird er ungesund? „Stress bedeutet grundsätzlich, dass es eine unspezifische Reaktion des Körpers oder Geistes gibt, die Menschen zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigt“, erläutert Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater.

Der gestresste Körper befindet sich in einem Ausnahmezustand: „Es werden körperliche und seelische Reserven mobilisiert“, erklärt die Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie. Konzentration, Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen – genau wie das Herzminutenvolumen.

Wichtig ist es, dass dieser Zustand nicht dauerhaft anhält – denn Dauerstress macht krank. „Dann wird dieses Alarmsystem andauernd ausgelöst, und man kommt in eine Art Übererregung“, schildert Roth-Sackenheim. „Die Folgen können dauerhaft erhöhter Blutdruck, Diabetes, Kopfschmerzen, Fettstoffwechsel-, Schlaf- und Verdauungsstörungen sein.“

Damit es nicht so weit kommt, sollte jeder die ersten Warnsignale kennen und erkennen: „Bei vielen Menschen kommt das Gefühl auf, nur noch zu funktionieren“, sagt Sabine Keiner. Sie arbeitet als Life- und Burnout-Coach in Köln. Vielleicht signalisieren Partner oder Familie, dass neben der Arbeit kaum Zeit für schöne Aktivitäten bleibt. Auch die Stimmung spiegelt das Stresslevel wider.


Entspannung ist das beste Mittel gegen Stress: zum Beispiel in Form von Yoga.
Entspannung ist das beste Mittel gegen Stress: zum Beispiel in Form von Yoga.

Positiven Stress gibt es nach Ansicht der Expertin nicht. Was es aber gebe, ist das Flow-Gefühl: „Ich befinde mich in einer Situation, die mich ausreichend fordert, aber nicht überfordert.“ Man könne die Herausforderung gut meistern, vergesse dabei aber die Zeit und habe Spaß.

Manche Menschen würden zudem von sich selbst sagen, dass sie gewissen Druck bräuchten, um Aufgaben zu erledigen. „Hier kann Stress in gewissem Maße also förderlich sein“, so Keiner. „Doch auch in diesen Fällen darf der Druck nicht zu stark sein und zu lange dauern.“

Welche Faktoren negativen Stress auslösen, ist individuell unterschiedlich: „Um herauszufinden, was einen wie stark belastet, ist es zunächst gut, das eigene Stressgefühl zu beschreiben“, sagt Laura Letschert. Sie ist systemischer Resilienzcoach in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz. Die Frage sei: „Wie fühlt es sich im Körper an, wenn ich in Stress gerate?“

Im Anschluss könne man ein bis zwei Wochen lang immer wieder bewusst das eigene Stressgefühl in unterschiedlichen Situationen wahrnehmen, auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen und in einem Stresstagebuch festhalten. „Wenn ich weiß, wie sich Stress für mich anfühlt und wie stark diese Empfindung wann auftritt, kann ich davon die für mich größten Stressoren ableiten.“

Zum Abbau von Stressgefühlen im Alltag gibt es viele Möglichkeiten: „Wichtig ist, sich regelmäßig Zeit für Bewegung zu nehmen“, sagt Burnout-Coach Keiner. „Da reicht schon ein strammer Spaziergang jeden Tag.“ Nur über die Bewegung sei der Körper in der Lage, die Stresshormone abzubauen. Auch Entspannungstechniken wie Meditation, Tai-Chi oder Progressive Muskelentspannung können helfen.

„Ein weiterer wichtiger Faktor ist es, sich Zeit für sich und die eigenen Bedürfnisse zu nehmen“, sagt die Expertin. „Man sollte herausfinden, was einem Spaß macht und wobei man Energie auftankt.“

Generell sei es gut, sich das eigene Energiemanagement anzusehen: „Denn die meisten von uns gehen viel zu großzügig mit ihrer Energie um – und achten nicht genügend darauf, dass jede Batterie auch mal wieder aufgeladen werden muss.“ dpa

2
/
2
Datenschutz