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Home Sonderthemen Beruf/Karriere Viele Wege führen ans Ziel
07:56 04.02.2020
Experten empfehlen Eltern, Kinder nicht zu überfordern und die passende Schulform auszuwählen. FOTO: DPA
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LANDKREIS. Das deutsche Schulsystem ist so vielfältig wie kaum ein anderes. Warum handelt so manche Familie dann aber so, als ob es nach der Grundschule nur das Gymnasium gäbe? Allerorten appellieren Experten an die Eltern, Kinder nicht zu überfordern und die passende Schulform auszuwählen.

Diese Entscheidung ist zweifellos ein wichtiger Schritt – aber bestimmt keine fürs Leben. Eltern sollten vorab unbedingt die Beratungsgespräche in der Grundschule wahrnehmen und den Kontakt zu den infrage kommenden weiterführenden Schulen suchen. Hiervon gibt es im Schaumburger Land eine ganze Menge, wie auf den folgenden Seiten nachzulesen ist. Jede Schule wird mit Bild und einem Kurzporträt vorgestellt. Folgende Schulformen gibt es:

Förderschule

Eltern, die ein Kind mit festgestelltem Handicap haben, können wählen, ob sie es auf eine Regelschule oder eine spezielle Förderschule schicken – deren Schwerpunkte recht unterschiedlich sein können.

Oberschule

Die Oberschule geht von der 5. bis zur 10. Klasse. Unterrichtet wird meist auf Haupt- und Realschulniveau. Einzelne Oberschulen bieten auch einen Zweig für Gymnasiasten, der zum Abitur führt.

Ein Schwerpunkt der Oberschule liegt auf der Berufsvorbereitung ab Klasse 7. Schüler können in den Jahrgängen 9 und 10 Schwerpunkte aus den Bereichen Fremdsprachen, Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales wählen. Die Schüler können einen Hauptschulabschluss, einen Realschulabschluss und einen erweiterten Sekundarabschluss I erreichen. Das gymnasiale Angebot einer Oberschule soll ab Jahrgang 7 überwiegend schulzweigbezogen unterrichtet werden (mehr als 50 Prozent), ab Jahrgang 9 ist dies Pflicht.

Integrierte Gesamtschule

Kinder unterschiedlicher Leistungsstärken besuchen Integrierte Gesamtschulen (IGS) von der 5. bis zur 10. Klasse gemeinsam. Einige Schulen bieten außerdem eine gymnasiale Oberstufe.

Die IGS führt am Ende des Sekundarbereichs I zu Abschlüssen, die auch an der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium vergeben werden. Die Allgemeine Hochschulreife wird nach 13 Schuljahren erworben. Gesamtschulen können auch andere Schulen des gegliederten Systems ersetzen.

Gymnasium

Das Gymnasium vermittelt seinen Schülern eine vertiefte Allgemeinbildung. Es stärkt selbstständiges Lernen und bereitet auf wissenschaftliches Arbeiten vor. Zur Aufgabe wird zudem zunehmend nicht nur die Studierfähigkeit, sondern auch die Berufsorientierung.

Schüler können Schwerpunkte bilden. Englisch ist grundsätzlich erste Pflichtfremdsprache (Jahrgänge 5 bis 10). Eine zweite Fremdsprache ist ab der 6. Klasse verpflichtend. Ab der 8. Klasse kann eine dritte Fremdsprache gewählt werden. Nach der 9. Klasse ist der Hauptschulabschluss möglich, nach der 10. Klasse der Realschulabschluss oder der erweiterte Sekundarabschluss I. Niedersachsen ist das erste deutsche Bundesland, das an Gymnasien zum Abitur nach 13 Jahren zurückgekehrt ist. Deshalb wird es 2020 eigentlich keinen AbiJahrgang geben. r
   

    

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