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Home Sonderthemen Bauen/Wohnen Vorsicht, Bruchgefahr
09:41 08.11.2019
Maßnahme vor dem ersten Frost: Den Gartenschlauch sollten Hausbesitzer im Herbst vom Wasserhahn an der Außenwand entfernen. FOTO: DPA

LANDKREIS. Noch in den frostfreien Herbsttagen sollten Hausbesitzer ihr Gebäude auf winterliche Temperaturen vorbereiten. Sonst drohen Schäden bei den ersten Minusgraden. Das gilt insbesondere für Wasserhähne im Freien.

Vor den ersten Frostnächten entleeren Hausbesitzer am besten alle Wasserhähne und Leitungen an der äußeren Hausfassade. Dazu rät das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Andernfalls können die Wasserhähne und Leitungen einfrieren.
     

Bildet sich ein Eispfropf in der Armatur, werde das Wasser im Leitungssystem komprimiert, so das IFS. Die Folge: Der Druck in der Leitung steigt, und es droht ein Bruch an der schwächsten Stelle des Systems. Das kann an der Außenwand sein, aber auch im Haus.

Auch an Außenarmaturen, die als frostsicher ausgewiesen sind, kommt es laut IFS immer wieder zu solchen Frostschäden. Das liege meistens an Anwendungsfehlern.
     

Bei frostsicheren Systemen liegt das Ventil der Armatur im beheizten Haus. Lediglich das Ventilrohr, das durch die Wand nach draußen führt, ist noch frostgefährdet. Allerdings sollte es sich konstruktionsbedingt selbst entleeren, wenn das Ventil geschlossen wird.

Das kann jedoch nicht geschehen, wenn Hausbesitzer beispielsweise einen Gartenschlauch daran angeschlossen lassen. Auch eine zurückgebliebene Schlauchtülle – also ein Anschlussstück für einen Gartenschlauch – kann eine Entleerung verhindern. Hausbesitzer sollten also jetzt auch solche Hilfsmittel für die Gartenarbeit entfernen und einlagern. dpa


LANDKREIS. Wer vor dem Winter Holz für seinen Ofen braucht, kann aktuell viel Geld sparen. Denn in manchen Regionen müssen Waldbesitzer wegen Schäden so viele Fichten fällen, dass die Preise stark gesunken sind.

Fichtenholz ist in Deutschland derzeit besonders günstig zu bekommen. Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) empfiehlt Ofenbesitzern auf der Suche nach Brennholz deshalb, bei den Forstämtern gezielt nach Fichtenholz zu fragen.

Viele Waldbesitzer müssten aufgrund von Schäden nach anhaltender Trockenheit, Stürmen und Borkenkäfer-Befall derzeit insbesondere Fichten fällen. Es gebe damit ein Überangebot, das die Preise sinken lasse. Der Festmeter konventionelles Brennholz kostet laut HKI rund 60 Euro. Für den Festmeter Fichte hat die Organisation in einer Umfrage bei Forstämtern jüngst Durchschnittspreise von ungefähr 15 Euro ermittelt.

Das ist jedoch nur dort der Fall, wo das Holz regulär gehandelt wird. In manchen Regionen müsse allerdings so viel abgeholzt werden, dass die Waldbesitzer froh seien, Abnehmer für das Holz zu finden, schreibt der HKI in einer Pressemitteilung. Daher könne der Preis regional noch niedriger sein.

Allerdings ist Fichte ein verhältnismäßig leichtes Holz mit vergleichsweise geringem Heizwert. „Man muss also im Ofen Fichtenholz schneller nachlegen als zum Beispiel Holz von Laubgehölzen“, macht der Verband deutlich. Außerdem bilde Fichte beim Abbrennen mehr Asche.

Die Vorteile von Fichtenholz kämen hingegen insbesondere in Heizkaminen mit Sichtfenstern zum Tragen: Das Holz heizt demnach schnell und verbrennt sehr lebhaft – was laut HKI für ein besonders faszinierendes Flammenspiel sorgt. „Allerdings sollte man das Holz nicht in einem offenen Kamin verbrennen – denn es bildet viele Funken.“ dpa


Kleinere Druckstellen im Holz können mit einem feuchten Tuch und einem Bügeleisen behandelt werden. FOTO: DPA
Kleinere Druckstellen im Holz können mit einem feuchten Tuch und einem Bügeleisen behandelt werden. FOTO: DPA

LANDKREIS. Kleinere Kratzer, Dellen oder matte Stellen in Holzfußböden und Holzmöbeln sind kein Unglück. Heimwerker können sie ausbessern. Ein Experte schildert, was man dazu braucht und worauf man dabei achten sollte.

Dellen im Parkett kann man mit einem Bügeleisen entfernen – wenn sie nicht zu tief sind. „Dafür einfach ein feuchtes Tuch zwischen Holz und Bügeleisen legen und die Stellen behandeln“, erläutert Michael Pommer von der Doit-yourself-Academy (Köln). „Durch die Feuchtigkeit quellen die Holzfasern auf.“

Im Anschluss entzieht die Wärme den aufgerichteten Fasern wieder die Feuchtigkeit. Den Vorgang könne man so oft wiederholen, bis die Dellen verschwunden sind, schildert der Fachmann. „Der Trick funktioniert auch bei Holzmöbeln.“

Sind einzelne Stellen im Parkett stumpf, kann man sie mit einem Mikrofasertuch bearbeiten. „Wer vorher dort etwas Zahnpasta ohne Wasser verreibt, verstärkt den Effekt“, so Pommer. „Bevor die Cremereste eintrocknen, sollte man sie mit einem Tuch wegwischen.“

Zeige dies noch keine Wirkung, könne man ein Schleifpapier mit 1000er Körnung einsetzen, um matte Stellen zu polieren. Damit man beim Schleifen nicht zu stark drückt, empfiehlt der Experte, einen Putzschwamm als Schleifklotz zu verwenden. „Und im Anschluss daran einfach einen passenden Klarlack – glänzend oder matt – auf der Stelle auftragen.“ dpa

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