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Home Sonderthemen Familie/Kinder/Senioren Was steht wofür?
11:22 13.02.2019
Ein Zweig mit Mandelblüten steht für das Paradies.

LANDKREIS. Blumen werden oft genutzt, um Gefühle auszudrücken – auch in traurigen Momenten: zum Beispiel am Grab beim Abschiednehmen von einem lieben Menschen oder für Gestecke an Trauertagen, um die Erinnerung hochzuhalten.

Das können unter anderem die Rose für eine Liebe oder die Lieblingsblumen des Verstorbenen sein. Wenn man Letztere aber nicht kennt? Der Fachverband Deutscher Floristen nennt traditionelle Symbolblumen – auch aus anderen Kulturkreisen:

Bestattungshaus Becker

Für Bekannte und Kollegen

• Die Lilie gilt als klassische Trauerpflanze. Sie steht für Vergänglichkeit.

• Die Hortensie drückt Dankbarkeit aus, steht aber auch für Grazie und Schönheit.

• Die Lisianthus symbolisiert Wertschätzung und Dankbarkeit.

• Die Ringelblume gilt als Sinnbild für Erlösung.

• Kirsche, Mandel und Myrte stehen für das Paradies.

• Die Iris soll den Bund Gottes mit den Menschen festigen. Bei den alten Griechen war sie häufig auf Frauengräbern zu finden.

Für Freunde

Die Alstroemerie ist ein Symbol für eine lange Freundschaft. Lilien stehen für die Vergänglichkeit. FOTOS: DPA
Die Alstroemerie ist ein Symbol für eine lange Freundschaft. Lilien stehen für die Vergänglichkeit. FOTOS: DPA

• Die Orchidee steht für Freundschaft sowie für Verehrung und Respekt. Vor allem die Cymbidie wird in China gerne Freunden geschenkt und steht damit für eine geschätzte und respektierte Verbindung.

• Die Alstroemerie steht für eine lange Freundschaft. Dabei soll jedes einzelne der sechs Blütenblätter noch eine separate Aussage innerhalb einer Freundschaft übermitteln: Verständnis, Humor, Geduld, Mitgefühl, Tatkraft und Respekt.

• Durch Stiefmütterchen, Lavendel und Immergrün kann Erinnerung ausgedrückt werden.

Für die Liebe

• Allen voran symbolisiert die Rose Liebe – egal, ob in Rot oder Rosa. Für Liebe über den Tod hinaus stehen aber auch Chrysantheme und Myrte, für bedingungslose Liebe die Freesie.

Ein Abschiedsgruß am Grab: Die Rose steht für die Liebe. Dahlien überbringen am Grab die Botschaft „Für immer dein“.
Ein Abschiedsgruß am Grab: Die Rose steht für die Liebe. Dahlien überbringen am Grab die Botschaft „Für immer dein“.

• Die Dahlie ist eine kraftvolle, üppige Blume. Ihre Botschaft lautet: Für immer dein.

• Das Vergissmeinnicht und der Efeu symbolisieren Treue.

• Die Nelke ist eine traditionelle Totenblume. Die Nagelform des Blüten-Inneren soll auf den Kreuztod Christi hindeuten. Diese Blume steht aber auch für Leidenschaft und reine Liebe. dpa

Eine Beerdigung kostet Geld. Diese Kosten wollen viele Senioren ihren Hinterbliebenen ersparen und schließen eine Sterbegeldversicherung ab. Zu dieser gibt es auch Alternativen. FOTO: DPA
Eine Beerdigung kostet Geld. Diese Kosten wollen viele Senioren ihren Hinterbliebenen ersparen und schließen eine Sterbegeldversicherung ab. Zu dieser gibt es auch Alternativen. FOTO: DPA

LANDKREIS. Für die Beerdigung wollen viele Senioren vorsorgen. Zum Beispiel, um dem Ehepartner oder den Kindern diese Kosten zu ersparen. Eine Sterbegeldversicherung scheint dafür die ideale Lösung. Es gibt aber auch andere Wege.

Die trauernde Familie soll nicht auch noch eine teure Beerdigung bezahlen müssen: So denken viele ältere Menschen. Bereits eine einfache Bestattung kostet in der Regel mehrere tausend Euro. Hier setzt die Sterbegeldversicherung an: Der Versicherte zahlt monatliche Beiträge, und die Familie erhält im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme. Diese liegt nach Angaben der Verbraucherzentralen meist zwischen 6000 und 8000 Euro.

„Einige hinterlegen bereits die Sterbegeldversicherung bei einem Bestattungsunternehmen“, weiß Kerstin Becker-Eiselen, als Abteilungsleiterin der Verbraucherzentralen zuständig für Versicherungen. „Der Hinterbliebene muss sich dann nur dort melden, und alles Weitere ist geregelt.“ Ähnlich funktioniert ein Bestattungsvorsorgevertrag direkt beim Wunschbestatter.

Der monatliche Beitrag ist individuell und richtet sich nach mehreren Faktoren. Da sind zum einen die Höhe der gewünschten Auszahlungssumme und die Einzahlungsdauer: zum Beispiel 20 Jahre. Entscheidend ist auch das Einstiegsalter. Je älter man ist, desto mehr zahlt man. „Ein Teil ist der Sparvertrag und ein Teil der Risikobeitrag“, schildert Holger Rohde, wissenschaftlicher Leiter für Versicherungen und Recht bei der Stiftung Warentest. „Schließlich soll ja zu jedem Todeszeitpunkt die volle Summe ausgezahlt werden.“

Wer bei Vertragsabschluss jünger und bei guter Gesundheit ist, zahlt also geringere Beiträge. Allerdings haben vor allem Senioren das Thema Sterbegeldversicherung im Blick. „Es ist bisweilen ein Spiel mit der Angst“, kritisiert Becker-Eiselen. „Viele Vereine und Verbände haben Kooperationen mit Versicherungsunternehmen und bieten diese Versicherungen Älteren an, deren Daten sie besitzen.“

Rohde rät nicht generell von einer Sterbegeldversicherung ab, empfiehlt aber Alternativen: zum Beispiel selbst Geld anzusparen. Jüngeren Leuten empfehlen beide Experten eine andere Variante: „Wer noch eine Risikolebensversicherung bekommt, weil er gesund und fit ist, sollte diese abschließen“, sind sich die Fachleute einig.

Vor allem ältere Menschen setzen sich aber mit dem Thema Beerdigung auseinander. Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas findet deshalb eine Sterbegeldversicherung durchaus sinnvoll „für jemand, der wissen will, dass mit den Finanzen für die Bestattung alles geregelt ist – insbesondere, wenn man nicht auf einen Schlag eine größere Summe auf die Seite legen kann“.

Ältere Menschen bekämen kaum noch eine Risikolebensversicherung, gibt Helbach zu bedenken. Auch jungen Leuten müsse klar sein, dass diese eine begrenzte Laufzeit hat. „Das ist der Vorteil der Sterbegeldversicherung: Das Kapital wird in jedem Fall ausgezahlt.“ Als Geldanlage sei diese Versicherung zwar ungeeignet, macht Helbach deutlich. „Aber der Sicherheitsaspekt ist nicht zu unterschätzen.“

Der Aeternitas-Vertreter gibt außerdem zu bedenken, dass eine Sterbegeldversicherung – anders als womöglich ein Sparbuch – nicht aufgelöst werden müsse, wenn man im Alter Pflegekosten vom Sozialamt erstattet bekommt. Die Sorge, dass es ans Angesparte geht, hält Becker-Eiselen allerdings für übertrieben. Viele Senioren wüssten nicht, dass es gewisse Sperren gebe. „Eine Sterbegeldversicherung ist insofern der leichtere Weg – aber der ist dafür vergleichsweise teuer erkauft.“ dpa

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